Kais Hegelwerkstatt
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Gut und böse

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Hegel bezeichnet in seiner Logik etwas als "gut", wenn es seinem Begriff, seiner Idee entspricht, sonst als "schlecht". Er gibt dafĂŒr einige Beispiele. Mir selbst fallen als Beispiele ein: unsere Rede von einem "guten Freund", "einem schlechten Rat", "ein guter Christ", usw. (Ich denke vor allem an die Besprechung des Urteils des Begriffs, etwa in der EnzyklopĂ€die Paragraph 178-179. Vergleiche aber auch zu weiterfĂŒhrendem Gebrauch bei Hegel die Paragraphen: 54, 60, 225, 233, 235).

Eine Kritik, die sich auf diese Terminologie stĂŒtzt, erscheint zunĂ€chst einmal affirmativ. Das ist wohl einer der HintergrĂŒnde, warum Hegel als affirmativ gelesen wird.

Jedoch, gerade weil sich alles in die Form des Begriffes bringen lÀsst, kann man im diesem Sinne auch von einem "guten" oder "schlechten" Nazi, Mörder, Vergewaltiger usw. reden.

Es ist vom SprachgefĂŒhl her völlig klar, dass wir aber in einem "echteren" Sinne einen "guten" Nazi usw., nicht denjenigen nennen, der nun besonders gut Nazi ist, sondern eher einen, der es gerade nicht ist.

Das hĂ€ngt mit der Begriffshierarchie und der Zweckwhierarchie zusammen. Im Sinne der qualitativen Unendlichkeit muss der jeweils darĂŒberliegende Begriff auch den darunterliegenden Begriff bestimmen. Insofern wĂ€re es falsch, wenn ein "guter Nazi" nicht auch einem "guten Menschen" entsprĂ€che. Die Begriffe (etwa Nazi), Zwecke (etwa der Nazis) usw. können also selbst wieder daran gemessen werden, ob sie sinnvoll (und vereinbar mit der jeweils höherern Bestimmung) usw. sind.

Siehe auch

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