Einteilung Geist

Aus Kais Hegelwerkstatt
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System - Geist

subjektiver Geist

Die Lehre vom "Subjektiven Geist" macht Aussagen über die einzelne Menschen (Individuen) und zwar vom Standpunkt des "Ich", von uns Einzelnen aus.

Dabei geht es nicht um das Individuelle als Individuelles, sondern wie beim "Ich", um das Allgemeine davon. Der 1. Teil von Hegels Triaden (hier die Triade subjektiver-objektiver-absoluter Geist) ist i.d.R. Abstraktion: ich stelle mir hier vor, das ich den Menschen von seiner gesellschaftlichen Realität abtrennen könnte, stelle ihn mir als Ausgangspunkt vor, ähnlich wie man es bei der Logik macht - auch dort wird ja die Logik eigentlich von uns aus der Realphilosophie von uns abgeleitet.

Aber beim Geist ist es auch tatsächlich in bestimmter Hinsicht das erste: für uns Einzelen Ichs ist unser Geist erst einmal das erste - dass dieser dann doch durch Natur, obj. Geist, Kultur usw. bestimmt ist, zeigt sich dann erst im nachhinein.

Wenn ich von "im subjektiven Geist passiert" oder "der subjektive Geist macht" rede, denke ich immer daran, was in den Köpfen der einzelnen Individuen passiert (der Einzelne fasst eine Sache mit seinem subj. Geist so und so auf ...).

Insofern dieser subjektive Geist selbstbestimmt ist: Parallele in der Logik zum subjektiven Begriff (1.Teil der Begriffslogik), Freiheit.

objektiver Geist

Viele Marxisten würden diese "Sphäre" allgemein wohl "Gesellschaft" nennen: die Sphäre, in der sich der subjektive Geist (im oben angegebenen Sinne) (in der Aussenwelt) "verwirklicht" ("zweite Natur").

Insofern dieser Objektive Geist etwas gegebens ist, was uns gegenübersteht: Parallele in der Logik zum Objekt (2.Teil der Begriffslogik)

absoluter Geist

Kunst, Religion. Philosophie: die Sphäre, in der die Praxis grundsätzlich reflektiert wird. In gewisser Perspektive (als Teil der menschlichen Praxis) Teil des objektiven Geistes. Aber eben so bestimmt, dass hier von den Beschränkungen dort sich teilweise frei gemacht werden kann, diese Beschränkungen - zunächst mal im Geist- überschritten werden können.

Insofern diese Erkentnisse - vermittelt durch den "Subjektiven Geist" (der einzelnen Individuen, insofern diese die Erkenntnisse aufnehmen) dann die Wirklichkeit (i.S. von "Objektiver Geist") nach seinem Bild umändert ergeben sich Parallelen in der Logik zur Idee (3.Teil der Begriffslogik)

Dies ist im Artikel absoluter Geist noch näher ausgeführt.

Es geht nicht darum, einen Geist jenseits der Individuen zu konstruieren.

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Siehe auch