Logik
Aus Hegelwerkstatt
Inhaltsverzeichnis |
Stellung im System
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zur Methode
- Enz. § 79-82
- Die 3 Seiten eines jeden Logischen
- Kleine Gedanken zum "Dreierschema"
- Die drei Seiten eines jeden Logischen in der Philosophiegeschichte
Sein - Wesen - Begriff
"Sein" meint "logisch" die Ausgangsbasis allen weiteren Verstehens. Wir gehen immer von einer - wie auch immer gegebenen - Basis aus. (Das können z.B. Tatbestände der Erfahrung sein, die dann Voraussetzung weiteren Nachdenkens sind.)
Wer nach dem Wesen einer Sache fragt, hat versucht einen "Mangel" zu beheben. Ihm reichen - aus welchem Grund auch immer - die auf Ebene "Sein" gemachten "Erfahrungen" nicht mehr aus. Anders: Die Sache ist in ihrem "Wesen" anders, als sie ursprünglich "erschien". (Hier ist erst mal alle wissenschaftliche Erklärung angesiedelt: Die Wissenschaft zeigt uns, dass die Dinge anders sind, als sie sich uns im "unmittelbaren" Zugriff geboten haben.)
Sein handelt von Grenzen, Wesen von Relationen, Begriff - die Vereinigung von beiden - bestimmt die Grenzen so, dass die Besonderungen und ihre Relationen sich aus den Grenzen ableiten lassen.
Beim Sein geht es um Abgrenzung, wenn die Grenze überschritten wird, sind wir bei etwas Anderem. Beim Wesen bleiben wir "in uns", es gibt Reflexion, wir verweisen auf das Andere, dieses gehört aber dazu, wir gehen dazwischen hin und her. Im Begriff haben wir die Wirklichkeit begriffen und es geht darum, dies systematisch darzustellen.
Diskussion und Vertiefung dazu:
Unterscheidung bei der Wissensaneignung
- Ebene 1: Fakten / gegebenes lernen (Lehrmethode: dogmatisch. Fakten kennen lernen. Sein)
- "Sein" meint "logisch" die Ausgangsbasis allen weiteren Verstehens. Wir gehen immer von einer - wie auch immer gegebenen - Basis aus. (Das können z.B. Tatbestände der Erfahrung sein, die dann Voraussetzung weiteren Nachdenkens sind.)
- Ebene 2: Warum: Zusammenhänge, Gesetzte, Gründe (Nachvollziehen, wie es zu den Fakten kommt. Erlaubt es auch neue Fakten selbst zu finden. Lehrmethode: dogmatisch auf höherer Ebene, aber, wenn gut gemacht: über Kritik des Wisssens von Ebene 1, durch Experimente usw. Wesen)
- Ebene3: Das Warum des Warums: Nachvollziehen, wie man zu den Axiomen, Methoden, Herangehensweisen, Experimenten usw. auf Ebene2 kommt. Erlaubt es, bestehende Axiomssysteme, Vorgehensweisen usw. von innen heraus zu verstehen und ihre bestehenden Grenzen zu überschreiten - Begriff / Idee)
Ziel ist in Verständnis, Praxis und Lehre Ebene 3 zu erreichen. Insbesondere ist natürlich nur Ebene 3 die philosophisch angemessene. Oft wird aber unter Philosophie verstanden:
- Ebene1: Forschung zu äusserlichem: Fakten: Biographisches, Zeitumstände, Überlieferungswege, Philologie usw.
- Ebene2: erklären was Hegel unter x versteht, was das Argument für y bei x ist (evtl. auch Vergleich mit dem Konzept bei anderem Philosophen, usw) - das wird dann im Gegensatz zu 1 als Philosophie verstanden. Nietzsche würde es wohl eher als das, was Philosophieprofessoren betreiben, bezeichnen (im Gegensatz zu Philosophen).
- Erst Ebene 3 ist das, was echte Forscher, Künstler, und natürlich auch Philosophen auszeichnet. Man könnte auch sagen: erst hier wird das volle menschliche Potential genutzt. Darum auch mein insitieren darauf, nicht das zu reproduzieren, was Hegel sagt (Ebene 1 oder Ebene2), sondern Hegels "Geist".
Dabei sagt Hegel aber ganz richtig, die darunter liegenden Ebenen (1 und 2) dabei nicht "geschenkt" werden dürfen (sonst besteht die Gefahr des Abgehobenen oder der Spinnerei, Schwärmerei, Phantasterei usw)
